Stacks Image 499

Wir haben uns diese Frage häufig in unserem Studium gestellt, aber eine Antwort ist tatsächlich sehr schwierig. Gibt es überhaupt eine absolute Antwort? Deshalb haben wir dieses Forschungsprojekt entwickelt. Hier erhalten Sie Informationen zu dem Projekt, unseren Beobachtungen und Ergebnissen.

Stacks Image 509

Wenn wir mit Türken in Deutschland über unser Projekt sprechen, reagieren sie zunächst überrascht. Warum bereisen wir ihre Heimat? Sie fühlen sich europäisch, aber nicht zuhause in Europa. Während der politische Diskurs von fest formulierten europäischen Kriterien geprägt ist, lässt sich in unseren Augen eine Kultur durch solch starre Vorgaben nicht erfassen.
Die Globalisierung von Wissen & Technologie sowie eine junge Generation, die sich heute einfacher und zunehmend intensiver in einem internationalen Umfeld bewegen können, haben zu einem neuen Dialog innerhalb Europas geführt. Dieser Dialog ist außerhalb klassischer Kriterien der Politik zu analysieren und lässt uns das heutige Konzept Europäischer Integration neu hinterfragen.

Stacks Image 523

Die Europäische Integration ist eines der größten und zugleich wichtigsten Themen für die heutige Politik in Europa. Mit dem Fortschritt der europäischen Integration nehmen auch die Herausforderungen für den Einzelnen immer weiter zu, seine eigene kulturelle Zugehörigkeit zu differenzieren. Was bedeutet diese Entwicklung für das Verständnis von Heimat und Kultur für den Einzelnen? Wir sind überzeugt, dass heute Heimat und Kultur nicht in Konflikt stehen müssen, sie ergänzen einander: durch die verstärkte digitale Vernetzung verschiedener Kulturen innerhalb Europas.

Stacks Image 533

Wir selbst sind von diversen Kulturen geprägt und haben bereits in ganz unterschiedlichen Kontinenten und Ländern dieser Welt gelebt. Dabei ist uns aufgefallen, wie viele kulturelle Ähnlichkeiten innerhalb einer jungen Generation bestehen können.
Dieses Thema ist uns auch verstärkt in unserem Studium der Kulturwissenschaften und Soziologie begegnet, in welchem insbesondere der Medienumgang dieser Generation in einem politisch-gesellschaftlichem Kontext wie z.B. dem »Arabischen Frühling« eine große Rolle gespielt hat.
Wir sehen die Ursache dieses Phänomens in der rasanten Digitalisierung unseres Alltags. Diesen Effekt vermuten wir sogar als noch weiter zunehmend. Darum möchten wir dieser Frage in einem Forschungsprojekt nachgehen, indem wir die digitale Vernetzung für die Umsetzung nutzen. Die Beobachtungen und Ergebnisse des Projekts dokumentieren wir in einem Dokumentarfilm, welcher anschliessend auf dieser Website präsentiert wird.

Stacks Image 731

»WIR DREHEN EINEN FILM«
Sie möchten mehr Informationen zu unserem Dokumentarfilm erhalten?
Folgen Sie uns jetzt im Blog bei der Entstehung des Films oder auf Facebook!

Facebook Comments

#europa
DIE AUTOREN

aidin_ahmadi

Aidin Ahmadi
Student Communication & Cultural Management,
Corporate Management & Economics B.A.

Als Deutscher mit iranischem Migrationshintergrund bin ich zwischen und mit zwei Kulturen aufgewachsen. Dieser Kontext erlaubt mir heute eine kulturelle Flexibilität, durch welche ich auf meinen Reisen fast immer - unabhängig von territorialen oder institutionellen Beschränkungen - Parallelen zu einer oder gar beiden Kulturen finden konnte. Während meiner verschiedenen Lebensphasen in verschiedenen Ländern und Kontinenten dieser Welt habe ich daher immer Fremde und zugleich auch Heimat finden können. Dort, wo Differenzen und Unwissen auftraten, war es meist die Technologie, welche mir geholfen hat kulturelle Grenzen zu überwinden. Ich bin fest davon überzeugt, dass Technologie dazu beitragen kann Kulturen und Menschen zusammenzubringen und neue Bühnen für das Überwinden & Übersetzen solcher Grenzen schaffen kann. Der öffentliche sowie politische Diskurs zur Europäischen Gemeinschaft bedarf solcher neuen Bühnen: weil eine Europäische Identität erst mit einer jungen Generation von Europäern wirklich wachsen kann.

paul_naudascher

Paul Naudascher
Student Sociology, Politics & Economics,
Corporate Management & Economics B.A.

»Ich fühle mich als Europäer, konnte diese Empfindung jedoch nie an etwas Konkretem festmachen. Dieser Zwiespalt ist meine persönliche Motivation für unsere Forschung. Meiner Meinung nach ist die bloße Pragmatik einer Wirtschaftsunion für den Europäischen Gedanken zu wenig, während die erklärte Existenz einer Europäischen Identität über das Ziel hinaus schießt. So vermute ich, dass gerade Letzteres ein Grund für erstarkte Euroskepsis ist, weil sie kulturelle Unterschiede zu verleugnen scheint. Wie kann also vielmehr die Idee der »Einheit in der Vielfalt« wiederbelebt werden? Ein Ansatz könnte darin liegen, sich überschneidende Teil-Identitäten zu erkunden. Wie könnte eine Digitale Europäische Teil-Identität beschrieben werden?«

#europa
DANKE

Nie war mehr Anfang als jetzt!

#europa ist ein neuartiges Forschungsprojekt, welches politisch aber auch persönlich motiviert ist. Zwei Studenten machen sich als Vertreter ihrer Generation auf eine Forschungsreise in die moderne Türkei. Das Ziel? Wir wollen kein empirisches Forschungsergebnis publizieren. Eher: Wir wollen einen neuen, relevanten Diskurs um die Europäische Identität und Integration sowie um die Rolle der Türkei in Europa anstoßen.

Wir freuen uns, dass wir hierfür Unterstützung von so vielen verschiedenen Seiten erhalten. Wir bedanken uns bei unseren Förderern & Sponsoren aus Politik, öffentlichen Medien und wissenschaftlichen sowie kulturellen Institutionen aus ganz Europa.
Einen besonderen Dank gilt dem Bundesvorsitzenden Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), welcher sich sofort bereit erklärt hat, die Schirmherrschaft für das Projekt zu übernehmen.

Aidin Ahmadi und Paul Naudascher

cem_oezdemir_Foto_Sedat_Mehder

Cem Özdemir
(Bündnis90/Die Grünen)
zum Projekt #europa

Foto: Sedat Mehder
Europa zeigt eindrucksvoll, dass das Überwinden von Grenzen möglich ist - und allen nützt. Die Europäische Integration ist die Grundlage für die Freiheit, den Wohlstand und den Frieden, der heute in Europa vorherrscht. Wir haben auf dem Europäischen Weg schon wichtige Etappen geschafft, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Wer von diesem Weg überzeugt ist, wird deshalb immer Grenzgänger und Übersetzer bleiben. Deshalb ist es auch so wichtig, dass der Gesprächsfaden mit der Türkei nicht abreißt, trotz der gegenwärtigen autoritären Verhärtung in der Türkei. Das Internet und die Digitalisierung können uns dabei helfen, die Grenzen zu überwinden. Es ist allerdings auch eine Herausforderung für jeden einzelnen, aber auch für uns als freie Gesellschaft. Die beiden Prozesse sollten auf jeden Fall zusammen gedacht werden. Deshalb habe ich mich sehr über die Initiative »#europa« der Studierenden der Soziologie, der Wirtschafts- und Kulturwissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen gefreut. Ich bin gespannt auf den Dokumentarfilm und die Ergebnisse ihrer Forschung.
Cem Özdemir (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) und Schirmherr für #europa
Stacks Image 485
Stacks Image 475
Stacks Image 487
Stacks Image 471
Stacks Image 483
Sie möchten Förderer oder Sponsor werden? Oder uns mit einem Beitrag unterstützen?
Dann nutzen Sie unser Kontaktformular oder entdecken Sie #europa auch auf Facebook! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.